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Variantenmanagement

Die Aufgabe des Variantenmanagements ist es, zielgerichtet für die vom Markt geforderten Anforderungen, möglichst ressourcenschonend und in kurzer Zeit Produkte auf den Markt zu bringen.

 

Aktuelle Markttrends geben den Weg zu immer individuelleren Produkten vor. Die Herausforderung besteht darin, die geforderte Produktvielfalt möglichst kostengünstig und in kurzer Zeit anzubieten.

Die erfolgreichste Strategie, um eine hohe Anzahl an Produktvarianten kostengünstig und schnell am Markt anzubieten, besteht in der Entwicklung und Umsetzung modularer Produktlösungen (Baukasten, Modul).

Ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Festlegung von Baukstenlösungen oder zur Optimierung von Produktvarianten, ist die Kenntnis der realen Kosten von Produktvarianten.  Viele produzierende Hersteller kalkulieren ihre Produkte ganz oder teilweise mit traditioneller Kostenrechnung, der sogenannten Deckungsbeitragsrechnung.

Bei der Deckungsbeitragsrechnung (siehe Variantenkosten – Variantenmanagement>>) werden die Kosten zum Teil mit bis zu 400% Abweichung gegenüber den realen Aufwendungen kalkuliert. In der Regel werden Produkte mit hohen Stückzahlen zu teuer kalkuliert und Sonderlösungen zu kostengünstig. Hier besteht die Gefahr von strategischen Fehleinscheidungen zum Beispiel bei der Positionierung am Markt.

 

Variantenmanagement ist Chefsache

Variantenmanagement beginnt mit der systematischen Erfassung von Kundenanforderungen und Markttrends,  geht über die strategische  Planung des Produktportfolios bis zur Erarbeitung von konkreten Vorgaben für die operative Steuerung von Plattformen und Baukastenumfängen.

Ein erfolgreicher Ansatz zum Variantenmanagement muss ganzheitlich unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette aufgesetzt werden. Schließlich kann eine vermeintlich geringfügige Variante überproportional hohe Produktivitätsverluste in der Produktion verursachen. Typische Variantenaufwendungen sind:

  • Produktivitätsverluste und Mehraufwand in der Produktion
  • Erhöhte Aufwendungen beim Lieferanten (Materialkosten)
  • Überproportional hohe Freigabe- und Entwicklungsaufwendungen
  • Erhöhung der Lagerbestände bei Materialien, Fertigprodukten und Ersatzteilen
  • Zunahme der Lieferzeiten mit Produktvarianten

Variantenmanagement bei komplexen Produkten bedeutet immer, fundierte Abstimmung von neuen Lösungen oder Produktänderungen mit allen relevanten Bereichen im Unternehmen. Spätestens an dieser Stelle kommt häufig der Einwand: „Aber die Zeit, mich mit allen anderen abzustimmen habe ich nicht. Dann bringen wir keine Produkte mehr auf den Markt!“.  
Dem gegenüber gibt es ein probates Gegenargument: Die Abstimmung von neuen Lösungen muss in jedem Fall erfolgen. Je später sie in der Lebenzyklusphase durchgeführt wird, desto höher wird der Aufwand und die Laufzeit um notwendige Änderungen umzusetzen.

Zur systematischen Entwicklung von Baukastenlösungen schlagen wir folgende systematische, aber praxisnahe Vorgehensweise vor: Design to Success>>

 

Variantenmanagement

 

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Einen vertiefenden Kurzartikel zu Komplexitätskosten erhalten Sie hier: Wie viel kosten Produktvarianten wirklich? (Variantenmanagement)>>