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Opportunitätskosten

Opportunitätskosten oder Verzichtskosten sind entgangene Erlöse. Diese Erlöse könnten dadurch realisiert werden, dass vorhandene Möglichkeiten (Gelegenheit oder Opportunität) zur Nutzung von Ressourcen wahrgenommen werden.

Einfaches Beispiel

Ein Unternehmen besitzt ein Bürogebäude und nutzt das Gebäude selber. Durch die Vermietung des Gebäudes könnte das Unternehmen Mieterträge erzielen. Diese entgangenen Einnahmen werden als Opportunitätskosten (entgangene Erlöse oder Verzichtskosten) bezeichnet. Es ist völlig richtig, wenn Sie jetzt denken: „Blödes Beispiel. Das Unternehmen muss ja irgendwelche Büroräume haben!“.

Sicher können Sie dann die folgende Überlegung nachvollziehen.
Vielleicht liegt das Bürogebäude in einer sehr begehrten Stadtlage, in der die Räume teuer vermietet werden können. Dann könnte das Unternehmen andere günstigere Büroräume am Stadtrand anmieten.

Alternative Szenarien bewerten

Der Vorteil der Sichtweise der „Opportunitätskosten“ besteht darin, das aktuelle Vorgehen mit alternativen Szenarien zu vergleichen und monetär zu bewerten.

Derartige Szenarien können deutlich komplexer werden.
Zum Beispiel die Frage:

Welche Produkte sollen im eigenen Haus gefertigt werden und welche Produkte sollen zugekauft werden?

Zur Berechnung der Opportunitätskosten im Hinblick auf Entscheidungen zur Eigenfertigung oder Fremdfertigung hilft die Deckungsbeitragsrechnung. Berücksichtigen Sie dabei allerdings die Grenzen der Deckungsbeitragsrechnung (Grenzen der Deckungsbeitragsrechnun>>, Berechnung von Produktvarianten>>).

Bei dieser Frage wird schnell klar, dass derartige Entscheidungen nicht nur rein finanziell bewertet werden sollten. In die Entscheidung sollten auch stategische und auch soziale Aspekte einfließen.